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Das Main-Werklädla ist ein Ort der Begegnung


 

Die Werkstätten St. Joseph eröffnen die Verkaufsstelle wieder. Dort präsentieren Menschen mit Behinderung, was sie geschaffen haben. Die Palette reicht von kreativen Handarbeiten bis zu selbst gebrautem Bier.

 

Burgkunstadt Arbeit gehört zum Leben. Etwas gestalten und herstellen schenkt dem Leben Sinn. Bei der Arbeit entfalten die Menschen ihre Kräfte und Fähigkeiten. Bei der Arbeit entfalten die Menschen ihre Kräfte und Fähigkeiten. Durch ihre Arbeit erhalten Menschen Anerkennung und Wertschätzung. Arbeit und Beschäftigung stärkt das Selbstbewusstsein, weiß Nicole Metze, Pädagogische Leiterin der Werkstätten St. Joseph. Jeder Mensch habe ein Recht auf Arbeit. Das gilt auch für die Mitarbeiter in den Werkstätten Sankt Joseph gemeinnützige GmbH. Sie sind ein Zweig von Regens-Wagner mit Sitzen in Lichtenfels, Michelau und Burgkunstadt. Die Produkte aus den Werkstätten werden im Main-Werklädla in Burgkunstadt am Gutshof angeboten. Jetzt wurde es nach der Corona-Pause wieder eröffnet.

Viele Besucher kamen zur Wiedereröffnung des Main-Werklädla der Werkstätten Sankt Joseph von Regens-Wagner.

 

Während der Pandamie mussten die Kontakte eingeschränkt werden

Regens Wagner bietet in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung attraktive Arbeitsplätze und sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten. Diese sind individuell, nach den Bedürfnissen und Fähigkeiten des Einzelnen, ausgerichtet. Zu den Werkstätten gehört auch ein Verkaufsladen für die hergestellten Produkte. Da im Schustermuseum auch Eigenproduktionen der Werkstätten erstellt und verkauft wurden und wegen der Pandemie die Publikums-Kontakte reduziert werden mussten, wurde der Verkauf zunächst eingestellt, wie Nicole Metze berichtete.


"Wegen Nachfragen auch von Nachbarn und aus der Bevölkerung, ob es nicht möglich sei, den Laden neu zu beleben, haben wir uns entschlossen, dies zu tun", sage sie. Und was daraus entstanden ist, kann sich durchaus sehen lassen: Ein liebevoll gestalteter kleiner Laden, der sehr geschmackvoll eingerichtet ist. In einem renovierten antiken Schrank werden Weihnachtsanhänger präsentiert. Es gibt schöne Handarbeiten und die neuesten Kreativtrends.


Stolz präsentieren die Mitarbeiter Holz- und Tonfiguren

Auch Geschäftsführer Thomas Neugeboren von den Werkstätten St. Joseph freute sich über das neue Main-Werklädla. Und dass gleich zur Eröffnung viele Interessierte kamen. Genauso wie Menschen mit Behinderung die für die Werkstätten arbeiten. Sie sind stolz darauf, dass sie selbstgefertigte Holz- und Tonfiguren und weitere Geschenkartikel aus ihrer Fertigung anbieten können.


Insgesamt 420 Mitarbeiter mit Handicap und 100 weitere Beschäftigte, die von außerhalb zu Regens-Wagner kommen, arbeiten in die Werkstätten. "Hierbei bieten wir Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten inner- und außerhalb unserer Werkstätten", erklärt Thomas Neugeboren. "Wir arbeiten für Firmen aus Industrie und Handel." Die Werkstätten stellen eigene Produkte her und bieten zudem Bildungs- und Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich, erklärte der Geschäftsführer. Im Mittelpunkt stehe das Ziel, Menschen mit Behinderung eine erfüllende Tätigkeit zu eröffnen. "Es geht nicht gleich um großartige wirtschaftliche Erfolge und weitere Interessen", meinte er.


Über die Wiedereröffnung des Main-Werklädla freuen sich (v. li.) die Pädagogische Leitung der Werkstätten Nicole Metze, zwei Mitarbeiterinnen der Werkstätten für Behinderte, Geschäftsführer Thomas Neugeboren und Bürgermeisterin Christine Frieß.


Es ist ein wichtiger Beitrag zur persönlichen Begegnung mit behinderten Menschen. (Christine Frieß, Bürgermeisterin)

Das nächste Ziel sei es, nach Möglichkeit eine Marke mit dem Vermerk "Main Werklädla" und einem Logo-Herz mit einer aufgedruckten Mainschleife zu kreieren. Beim selbst gebrauten Bier "Werkstöffla" aus Michelau ist das schon so. Dies kann auch im Main-Werklädla erworben werden. Außerdem sei geplant, das Glas-Café in Michelau wieder zu eröffnen. "Wenn mal jemand kommt und niemand im Laden ist, bitte läuten. Es kommt schnellstmöglich jemand zum Verkauf", lud Thomas Neugeboren ein.


Die berufliche Tätigkeit sei ein wichtiger Schritt zur Integration von Menschen mit Behinderung, sagte Bürgermeisterin Christine Frieß, die ebenso wie ihrer Stellvertreterin Susanne Bock von Wülfingen zur Eröffnung gekommen war. "Es ist ein wichtiger Beitrag zur persönlichen Begegnung mit behinderten Menschen", betonte sie.


Begegnungen ermöglichte auch der Nikolaus, der kleine Geschenke an die Mitarbeiter verteilte. Auch für die Stadt sei der kleine Laden mit seinem Angebot selbst gefertigter Waren eine Bereicherung. Sie hoffe, dass dieses Angebot gerne genutzt werde.

 

Bericht und Fotos von Roland Dietz


Der Bericht erschien am 15.12.2022 im Obermain-Tagblatt



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